In einem Parkgelände wurde eine provisorische
„Ruinenarchitektur“ realisiert, die zugleich als
autonome Skulptur und als benutzbare Architektur funktionierte.
Ausgangspunkt waren Fotofolien, mit denen 2003 das Brandenburger
Tor in Originalgröße am Stadteingang von Öhringen
erstellt wurde. Aus diesen Folien wurden "Trümmer-Motive"
geschnitten, auf Rahmen gespannt und um eine Konstruktion aus
Containern zu einer "Ruinenarchitektur" zusammengefügt.
Das Projekt "RUIN" ist im Sinne eines "partizipatorischen
Kunstprojektes" konzipiert . Der Aufbau wurde von freiwilligen
Helfern unter Anleitung des Künstlers bewerkstelligt. Nach
der Fertigstellung wurde im Inneren der Installation von diesen
ein Café betrieben sowie in weiteren Innenräumen
Ausstellungen gezeigt, die soziale Problemfelder thematisieren
wie z.B. „Arbeitslosigkeit" „Migration"
oder „Sucht".
Zum partizipatorischen Anliegen der Aktion gehörte auch
die Möglichkeit für alle Interessierten, sich in das
kulturelle Programm einzubringen, das um die Installation herum
stattfand, z.B. die Möglichkeit, eigene Video-Produktionen
in einem Container zu zeigen, der zu einem überdimensionalem
Monitor umgebaut wurde oder auch zu performativen Aufführungen
auf einer Bühne vor der Installation. Von diesem Angebot
machten vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund regen
Gebrauch.
Mit dieser partizipatorischen Nutzung wurde das Thema der Aktion
"RUIN" auch auf der sozialen Ebene eingelöst:
die Ruinenarchitektur im Hofgarten sollte als eine lebendige
Plattform dienen für ein Lebensgefühl, das sich der
Resignation widersetzt. |