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Vorspiel für den Lebensabend eines Pfaues

Kunstverein Nürtingen, 2007

 
     
 
 
Die Einladung des Nürtinger Kunstvereins war Anlass für eine kritische, exemplarischen Reflexion zum Thema "Umgang mit Kunst" an diesem spezifischen Ort. Im Eingangsbereich lädt zunächst eine „postminimalistische Kreis-Plastik" an einem Ort zum „Besitzen“ ein, der von den Besuchern bisher illegal genutzt wurde. Am Treppenabgang erinnert stellvertretend die „Peter Härtling-Text-Installation“ an problematische Traditionen des Umgangs mit Künstler-Persönlichkeiten in Nürtingen, im SCHAURAUM ist die irritierende Installation einer Skulptur aus den 50er-Jahren zu sehen: ein kopfüber an der Decke hängender Pfau, (eine frühe Arbeit von Franklin Pühn) die von städtischer Seite beim Stadhallen-Umbau "entsorgt" und von AMB wieder aufgefundenen wurde.

Diese Intervention korrespondiert mit einer Vitrine, Inhalt sind historische Dokumente über bemerkenswerte Kunst-Aktivitäten in Nürtingen in den 50/60er Jahren sowie einem Video-interview mit der damaligen Kunstbeauftragten der Stadt.

Im angrenzenden, zunächst leer erscheinenden Raum wird der Besucher schließlich mit einer Live-Übertragung aus dem Atelier des Künstlers konfrontiert, gezeigt wird die Installation "Fliegender Bau" incl. Einführungsrede der Kunsthistorikerin Susanne Jakob ergänzend hinter der Stadthalle: die ebenfalls von städtischer Seite entsorgte Installation „mehr Licht“ auf einem Grundstück ohne amtlichen Besitz-Nachweis im provisorischen Exil.